Die Geschichte
Rattles
waren 'die' deutsche Beatband der 60er und frühen 70er Jahre. Ihr
Stammbaum bildete das Rückgrat der damaligen Hamburger Beat-Szene,
deren Galionsfigur und Sammelbecken für musikalisches Talent sie
zweifellos waren. Sie wurden 1960 von Achim Reichel, der damals Kellner
lernte, und dem Autoschlosserlehrling Herbert Hildebrandt gegründet.
Verstärker:
vom Trödler; Mikrofonstative: von Herbert zusammengeschweisst;
Repertoire: von mitgeschnittenen Radiosendungen (BFN, Chris Howland)
abgehört, kaum zu bekommende Schallplatten nachgespielt; Stil: R&B
und Rock 'n' Roll.
So fing es an: Manfred Woitalla, dem später
die Star-Palast- Kette gehörte, verhalf den Rattles zu ersten
lukrativen Auftritten, wie er es auch für die Phantom Brothers aus
Rendsburg tat, den zukünftigen 'deutschen Rolling Stones'.
Als
am 13. April 1962, einem Freitag, der Star-Club unter Mitwirkung der
Beatles eröffnet wurde, hatten auch die Rattles bereits jede Menge
Erfahrungen bei Auftritten in Schleswig-Holstein und Hamburg, dort
besonders erfolgreich im Bramfelder Thaeder, sammeln können.
Für
deutsche Bands war jedoch die Bühne des Beat-Mekkas tabu. Sie blieb
englischen und amerikanischen Musikern vorbehalten, bis Manfred
Weissleder, der clevere Besitzer des Star-Clubs, auf die Idee kam,
Bandwettbewerbe für deutsche Gruppen zu veranstalten. Einerseits um der
neuen Attraktion willen, andererseits um deren zahlreiche Gefolgschaft
als zusätzliches Publikum für sein Etablissement zu gewinnen. Die
Wettstreit-Premiere ging am 1. Januar 1963 über die Bühne.
Die
Rattles belegten mit etwa 500 Stimmen vor Mama Betty's Band den ersten
Platz und wurden als erste deutsche Gruppe in den Star-Club engagiert.
Diese Tatsache trug nicht nur zu einer ungeheuren Steigerung ihres
Selbstbewusstseins bei, sondern brachte noch zwei weitere Vorteile mit
sich: Erstens die Tatsache, dass im Star-Club bis zu acht (!) Bands an
einem Abend auftraten, die samt und sonders ein höheres musikalisches
Niveau aufwiesen, als die Rattles es zu dem Zeitpunkt besassen, von
denen man also lernen konnte. Und dann die Anzahl der Auftritte an
Abenden mit weniger Gruppen. Immerhin hatte man als unbekanntere Band
meist den ersten Set (manchmal bereits um 18.00 Uhr), immer mal
zwischendurch und den letzten Set, so gegen fünf Uhr morgens, zu
spielen. Das trainierte ungemein. Ganz zu schweigen von Gene Vincent,
Jerry Lee Lewis, Bill Haley und all den anderen Stars, von denen man
immer etwas abgucken konnte. Im Grunde die beste Schule, die man sich
vorstellen kann.
Der zweite riesige Vorteil: Manfred
Weissleder persönlich übernahm das Management der Rattles. Weissleder
war im Begriff, ein Musik-Imperium aufzubauen. Er vergab den Namen
seines berühmten Clubs in Lizenz, vermittelte den Wirten seine Bands,
veranstaltete Gesellschaftsreisen nach Liverpool und, und, und... Damit
nicht genug. Er entwickelte sich zum absoluten Merchandising-King des
Kontinents, indem er T-Shirts, Sweatshirts, Kopftücher, Wimpel,
Anstecknadeln, Umhängetaschen etc. mit dem Club-Emblem herausbrachte.
Und er brachte die Rattles gross heraus. Im August 1964 verkündete er
stolz auf der Titelseite der ersten kostenlosen Ausgabe seiner
'Star-Club News', der hauseigenen Jugendzeitschrift: "Die Rattles an
der Spitze".
Inzwischen war viel geschehen. Die Besetzung der
Rattles hatte sich schon zweimal geändert, indem Hajo Kreutzfeld den
Platz des Rhythmusgitarristen und Reinhard 'Dicky' Tarrach (vormals
Mama Betty's Band) den Posten des Drummers übernommen hatte. Bis zum 1.
August 1964 waren die Rattles schon 342 Nächte im Star-Club
aufgetreten. Den absoluten Rekord hielt Tony Sheridan (599 Nächte), der
Lehrer einer ganzen Gitarristen-Generation (incl. John Lennon und
George Harrison, die es mit den Beatles immerhin auf 79
Star-Club-Nächte brachten).
Es war auch schon eine ganze Reihe
von Schallplatten mit den Rattles erschienen, zunächst Live-Aufnahmen
aus dem Star- Club und Studio-Aufnahmen aus der Harburger
Friedrich-Ebert- Halle, die von Siegfried E. Loch für Philips
produziert wurden.1964 machten die Rattles unter der Leitung des
Produzenten Franz Schmidt-Norden ausserdem Aufnahmen für die Münchener
Ariola.
Die grösste Sensation: Es kamen sogar
Rattles-Schallplatten in England heraus! Tatsächlich stellten sich auch
bald die ersten England-Tourneen ein. Schon bei der ersten von
insgesamt fünf, im Herbst 1963, befand man sich nicht in schlechter
Gesellschaft: Mit von der Partie waren die Everly Brothers, Bo Diddley,
Little Richard und die damals noch unbekannten Rolling Stones.
Dicky
Tarrach: "In England lernten wir die ersten Roadies kennen. Bei unserm
ersten Auftritt kam so ein Typ an, der die Stative meines Schlagzeugs
mit 'nem Zollstock ausmass und die Ergebnisse in sein Notizbuch
eintrug. Am nächsten Abend, als ich meine Trommeln aufbauen wollte,
standen sie schon da. Alle Abstände perfekt, genauso, als hätte ich es
selbst aufgebaut. Das hat mich umgehauen. Total professionell. So was
gab es damals in Deutschland überhaupt noch nicht. Die Rattles räumten
in England unheimlich ab."
'Wolverhampton Chronicle', Oktober
1963: "This group had audience rattled. They are called Rattles. They
were the most exciting new act on the bill."
'Combo', 28.
April 1964: "These pictures were taken at The Cavern, where the boys
took the seasoned audience by storm and created a legend insomuch as
these, a German group, taught the sound by Liverpool outfits, came to
their teachers and told them: 'Look, now we can do it better than most
of you.'"
In Liverpool kommentierte die Zeitung: "Ja ja ja - It's the German Beatles".
Denn
die Rattles hatten im Cavern Club, der Geburtsstätte des
Liverpool-Sounds, wo sie zweimal gastierten und an insgesamt 15 Tagen
auftraten, ebensolche Begeisterungsstürme ausgelöst wie ihre vier
berühmten Kollegen aus Liverpool.
Es gab auch Fanclubs. Nicht
nur in England, sondern sogar in den USA und in Kanada. In Deutschland
sowieso. Kein Wunder, dass die Rattles zu den ersten Künstlern
gehörten, deren Aufnahmen ab Ende 1964 auf Weissleders Star-Club- Label
erschienen, von Hans R. Beierlein und Sigi E. Loch für die heutige
Phonogram betreut. Mittlerweile waren sie nämlich selbst zu Stars
geworden, mit farbigen Autogrammkarten, Rattles-Sweatshirts,
TV-Auftritten (Beat Club etc.) und 45minütigen Sensationsgastspielen im
In- und Ausland. Mochten die Lords noch so oft in den Hitparaden
auftauchen - keine Konkurrenz! Nur Pop.
Die Rattles waren und
blieben Rocker. Deutschlands Beatband Nummer 1. Die Fans dankten es
ihnen mit Plattenkäufen. La La La hiess der erste Hit (Platz 19) der
Rattles, der am 1. Juli 1965 in die Charts eintrat, geschrieben von dem
Amerikaner Clarence Paul. Come On And Sing wurde von Achim Reichel
geschrieben (Februar 1966, Platz 11), Love Of My Life (Juli 1966, Platz
16) stammte von Herbert. Die Rattles spielten wahrhaftig nicht nur nach
oder liessen schreiben wie fast alle anderen Gruppen. Sie schrieben
selbst! Achim wurde erstmals als Produzent tätig, indem er die
Aufnahmen zur ersten Single der schon oben erwähnten 'deutschen
Stones', der Phantom Brothers, leitete, deren Sound bis dato
anscheinend noch niemand hatte einfangen können. Achim gelang es.
Star-Club News November 1965: "Vielleicht, weil er selbst mitten drin steckt."
Parallel
zu den Hits fand sich auch ein neues Bandmitglied ein. Hermann 'Rugy'
Rugenstein von den Four Renders an der Gitarre. Im Rahmenprogramm der
Beatles-Bravo-Blitztournee 1966 kamen die Rattles, Achim im gewagten
blauen Netzhemd, dermassen gut an, dass Brian Epstein sie sofort an
einen anderen Platz der Auftrittsreihenfolge stellte, um den Triumph
seiner Jungs nicht zu gefährden.
Im selben Jahr kam der erste
abendfüllende Beat-Spielfilm Deutschlands heraus: 'Hurra, die Rattles
kommen!' Die Rattles jagten in der Tat von Erfolg zu Erfolg, bis die
Bundeswehr der Freude jähen Abbruch tat. Ausgerechnet Achim, der
Frontmann, wurde eingezogen. Trag' es wie ein Mann hiess
dementsprechend seine erste deutschsprachige Solo-Single. Das war
natürlich leichter gesungen als getan.
Sowohl für Achim, dem
der Reklamerummel, den die Bundeswehr um ihn veranstaltete, gar nicht
schmeckte, als auch für Herbert, Rugy und Dicky, die laufende
Verpflichtungen Hals über Kopf mit den neuen Mitgliedern Frank Dostal
(Gesang), und Bernd Schulz (Keyboards), beide von den Faces, erfüllen
mussten. Ihre Feuerprobe bestand diese Formation vor 1.000 Bravo-Lesern
im italienischen Finale Ligure!
Die Rattles erhoben sich wie
ein Phönix aus der Asche, um Mitte 1967 mit Cauliflower, aus der Feder
von Herbert und Frank, Platz 25 der Charts zu erreichen. Kurz darauf
stiegen Frank und Dicky aus. Mit Les Humphries, Helmut Franke von den
Tonics und Achim gründeten sie die Gruppe Wonderland, deren Produzent
James Last wurde. Herbert machte mit dem Gitarristen Rainer Degner und
dem Trommler Peet Becker, beide von der Hamburger 'musician's musician
Band' German Bonds, weiter, schied aber als letztes Ur-Mitglied Mitte
1968 aus. Sein Platz wurde von Zappo Lüngen (Ex-Giants) eingenommen,
der der Gruppe bis zu deren endgültigen Auflösung im Jahre 1977 treu
blieb, ihr also von allen Mitgliedern am längsten angehörte. Mit
wechselnder Besetzung (siehe Stammbaum / Genealogical tree) überlebten
die Rattles den Niedergang des Beat-Booms, denn ihre Musik hatte sich
längst gewandelt. Es dauerte allerdings bis 1970, dass sie wieder einen
Hit landen konnten. Diesmal sogar weltweit.
Schon 1968 war der
von Henner Hoier (Ex-Rivets) gesungene Titel The Witch als B-Seite
veröffentlicht worden. 1970 wurde ein massiver Hit daraus. Aber auch
Henner verliess die Band, um sich seiner Solokarriere sowie seiner
Tätigkeit als Komponist und Musikverleger zuzuwenden.
Die
Rattles existierten mit der Sängerin Edna Bejerano weiter. Sie tourten
durch ganz Europa, hatten mit You Can't Have Sunshine Everyday und
Devil's On The Loose weitere Hits, traten in zahlreichen
Fernsehsendungen auf und hielten bis 1977 durch, um sich dann zum
grössten Teil der neuen Formation um ihren Keyboarder Lude Lafayette
(Wolfsmond) anzuschliessen. Achim und Frank, überaus erfolgreich mit
Wonderland, übernahmen den geliebten Star-Club, konnten ihn allerdings
auch nicht mehr retten. Eine neue Zeit war angebrochen, die sich auch
in Achims Musik, die auf Wonderland folgte, ausdrückte. Von 1970 bis
1975 wandte er sich mit seiner Formation A. R. And Machines der mehr
oder weniger experimentellen Musik zu und betrieb, auch zusammen mit
Frank, den gemeinsamen Gorilla-Musikverlag, für den beide als Schreiber
und Produzenten eine glückliche Hand bewiesen. 1976 begann seine
eigentliche Solokarriere, die bis heute ebenso erfolgreich ist wie
alles, was Achim seit 1960 begonnen hat.
Dicky, für Jahrzehnte
Hamburgs am meisten beschäftigter Studioschlagzeuger, spielte nach
Wonderland bei Randy Pie, die sowohl auf dem Kontinent als auch in
England Furore machten, danach u.a. bei Rudolf Rock und die Schocker,
bis er Mitte der achtziger Jahre einen weiteren sensationellen Erfolg
als Mitglied der Gruppe Moti Special verbuchen konnte. Herbert, der
schon sehr früh mit dem Schreiben von Songs und dem Produzieren von
Künstlern begann, hat seit damals unzählige Schallplatten mit seinen
Songs bzw. Produktionen veröffentlicht. Darunter The Witch mit den
Rattles.
Zappo Lüngen, der zwischen seiner Zeit bei den Giants
und der Zeit bei den Rattles ein kurzes Intermezzo mit Ritchie
Blackmore bei Mandrake Root hatte, spielte 1998 gemeinsam mit Peter
Hesslein (Ex-Giants) und Niels Taby (Ex-German Bonds) als Bonds '81.
Seit 1988 gibt es die Rattles wieder.
Dicky
hatte seinerzeit die Idee zu dieser Reunion, für die er nicht nur seine
alten Kollegen Herbert und Achim gewinnen konnte, sondern auch Henner
Hoier und den Original-Rattles- Produzenten Sigi E. Loch, der das erste
Rattles-Album der Neuzeit für sein Act-Label produzierte. Die daraus
ausgekoppelte Single Hot Wheels gelangte prompt in die Charts. 1991
verabschiedete sich Achim wieder, um seine erfolgreiche Solo-Karriere
weiter zu verfolgen.
Gitarrist Manne Kraski und Keyborder
Frank 'Piggy' Jarnach wurden als 'angeschlossene Mitglieder'
verpflichtet, um den harten Kern bei Live-Auftritten zu unterstützen.
Manne
Kraski hat sich seine Sporen als Mitglied von Fargo, der Schädel
Brothers, der Rainer Schöne Band, der Hamburg Blues Band und von Johnny
And The Hurricanes verdient.
Frank Jarnach spielte zu
Star-Club-Zeiten bei Lee Curtis, den er auch heute noch gelegentlich
begleitet, bei Big Pete Lancaster And The Upsetters und später bei
diversen Szenebands wie etwa den Bonds '81.
Als Henner Hoier
im Jahre 1993 ausschied, wurde sein Nachfolger Eggert Johannsen, der
die 60er Jahre als Mitglied der Giants, der Few und der X-Rays erlebt
hatte. Mit Herbert arbeitete er bereits Anfang der siebziger Jahre bei
Pegasus zusammen.
Seit 1994 ist Manne Kraski fest bei den
Rattles. 'Piggy' wurde Ende 1995 durch Frank Seidel ersetzt, der vorher
u.a. bei Sammy's Saloon, für Gunter Gabriel und Johnny Hill gespielt
hatte.
Nach erfolgreichen Tourneen und zahlreichen
Fernseh-Auftritten waren die Rattles am 10. April 97 bei der Premiere
des Star-Club - Musicals Pico im damaligen Delphi Theater in Hamburg
als Hausband dabei. Nach der Überarbeitung des Stückes und Umbenennung
des Delphi in Theater spielen die Rattles dort bei jeder Aufführung mit
grossem Erfolg ihre alten Hits und natürlich neue Kompositionen, die
zum grossen Teil von Herbert Hildebrandt und Co. stammen.
Seitdem
bestehen die neuen Rattles, wieder mal mit wechselnder Besetzung,
jedoch permanenter Mitgliedschaft von Herbert und Dicky. Als Hausband
tragen sie zum Erfolg des Musicals Star-Club im Hamburger Theater bei.
Aus
dem von Ulf Krüger verfassten 96 seitigen Begleitbuch zur 4 CD Box 'Die
Ariola Star Club Aufnahmen', erschienen bei Bear Family Records, bei
K&K erhältlich.
Aus dem von Ulf Krüger verfassten 96 seitigen Begleitbuch zur 4 CD Box 'Die Ariola Star Club Aufnahmen', erschienen bei Bear Family Records, bei K&K erhältlich. |
The Story
Rattles
were the preeminent German Beat band of the Sixties and Seventies.
Their genealogical tree shows the backbone of the Beat scene in Hamburg
at this time. Without a doubt they were the figurehead and the melting
pot for musical talent. They were founded in 1960 by Achim Reichel, who
was training to be a waiter, and Herbert Hildebrandt who was an
apprentice panel beater.
Sound booster/Amplifier: bought from
a junk dealer; microphone tripods: welded by Herbert; repertoire: songs
copied from recorded radio shows (BFN, Chris Howland) and cover
versions of rare recordings; style: Rhythm And Blues / Rock'n'Roll.
Here's
how it started: Manfred Woitalla, who later owned the Star Palast
chain, was the one to arrange the first decent-paying jobs for Rattles,
as he did for the Phantom Brothers. By Friday April 13, 1962, when the
Star-Club opened its doors, with the Beatles being one of the acts,
Rattles had already gained a lot of experience from their performances
in and around Schleswig-Holstein and Hamburg. They were especially
successful at the Thaeder in Bramfeld, but the stage of the beat Mecca
remained out of reach for German bands. Only English and American
musicians played there until Manfred Weissleder, the savvy owner of the
Star-Club, had the idea to hold competitions for German groups. He
wanted new attractions, and he wanted to draw in the fans of the local
bands. The first competition was held on January 1, 1963.
With
about 500 votes Rattles made it to the first place, leaving Mama
Betty's Band to claim the second spot. Rattles became the first German
band to be hired for the Star- Club. This not only boosted their
self-esteem but also brought two side benefits: Up to eight (!) bands a
night played at the Star-Club, which meant that Rattles could listen
and learn. Also, the heavy performing schedule meant that the bands
became very cohesive from working so much. The less well- known bands
had to play the first set (sometimes already around 6 o'clock), play
additional sets during the night, and the last set around 5 o'clock in
the morning. They could also study Gene Vincent, Jerry Lee Lewis, Bill
Haley and other top stars of the day. This was probably the best
schooling they could get.
There was one other considerable
advantage: Manfred Weissleder himself managed Rattles. Weissleder was
on the verge of building a music related empire. He sold the name of
his famous club to licensees and arranged for his bands to play at
those locations. He also arranged tours to Liverpool and he turned into
the 'king of merchandise' on the continent. He sold T- shirts,
sweatshirts, scarves, pennants, stickers, shoulder bags, etc. with his
emblem imprinted on them. And he turned Rattles into a big success. On
the title page of the first edition of his free newsletter, 'Star-Club
News', he proudly proclaimed "Rattles are on Top." This was August
1964.
Meanwhile many things had happened. Rattles' cast had
changed twice, once when Hajo Kreutzfeld took over the position of the
rhythm guitarist and again when Reinhard 'Dicky' Tarrach (formerly of
Mama Betty's Band) became the new drummer. By August 1, 1964 Rattles
had performed at the Star-Club for 342 nights. The record was
definitely held by Tony Sheridan (599 nights). Sheridan was the icon of
a whole guitar generation (including John Lennon and George Harrison,
who performed with the Beatles on 79 nights at the Star-Club).
Quite
a few Rattles records were released. First, there were live recordings
of performances at the Star-Club and studio-recordings done at the
Friedrich-Ebert-Halle in Harburg, produced by Siegfried E. Loch from
Philips. In 1964, Rattles made several recordings for Ariola in Munich
under the supervision of producer Franz Schmidt-Norden, all of which
are included in this collection. The biggest thrill for Rattles came
when their records were released in England, and the first English
tours soon got under way. On the first of five tours they were in the
company of the Everly Brothers, Bo Diddley, Little Richard and the
as-yet unknown Rolling Stones.
Dicky Tarrach: "In England we
first came into contact with roadies. At our first performance night a
guy showed up and measured my percussion with an inch ruler and wrote
down his findings in a notebook. The next night, when I showed up to
position my percussion, it was already in place. The spacing was
perfect, just as if I had put it up myself. That flattened me.
Completely professional. Nothing like that existed in Germany. Rattles
were a huge success in England."
The 'Wolverhampton Chronicle'
(October 1963) wrote: "This group had the audience rattled. They are
called Rattles. They were the most exciting new act on the bill."
'Combo'
magazine (April 28, 1964) wrote: "These pictures were taken at 'The
Cavern', where the boys took the seasoned audience by storm and created
a legend insomuch as these, a German group, taught the sound by
Liverpool outfits, came to their teachers and told them: 'Look, now we
can do it better than most of you.'"
In Liverpool, a newspaper commented: "Ja ja ja-It's the German Beatles".
At
the Cavern Club, the birthplace of Mersey Beat, Rattles triggered the
same frenzy as their four famous colleagues from Liverpool. They had
two engagements and performed in all for 15 days.
There were
also fan clubs, not only in England, but in the USA and Canada, and, of
course, in Germany. No wonder Rattles were among the first artists to
be released on Weissleder's Star-Club label in late 1964. They were
handled by Hans R. Beierlein and Sigi E. Loch for what is known today
as Phonogram. Meanwhile they had turned into stars themselves. There
were Rattles sweatshirts and many, many TV appearances (Beat Club,
etc.). It didn't matter how often the Lords appeared in the charts,
they were no competition because they performed pop music.
Rattles
were rock musicians and they stayed rock musicians. They were Germany's
number one Beat band. The fans' appreciation was reflected in the
record sales. Rattles' first hit, La La La, entered the charts on July
1, 1965 and reached #19. It was written by an American, Clarence Paul.
Achim Reichel was the author of Come On And Sing (February 1966, #11).
Love Of My Live (July 1966, #16) was written by Herbert. Rattles rarely
did covers and rarely had people write songs for them as other groups
did. They wrote their own material. Achim worked for the first time as
a producer when he supervised the recording of the Phantom Brothers,
whose sound had yet to be successfully captured in recordings. And
Achim was the one who was successful at producing Rattles. A new member
joined the group. Hermann 'Rugy' Rugenstein came from the Four Renders
to play guitar. As one of the supporting acts on the 1966
Beatles-Bravo-Tour, Rattles, with Achim in a daring blue net shirt,
were such a success that Brian Epstein immediately began promoting
them. That same year, the first full-length Beat movie was released in
Germany: 'Hurra, die Rattles kommen!'. Rattles stormed from triumph to
triumph until the Bundeswehr suddenly burst their bubble. Of all people
Achim, the front man, was drafted. Appropriately, the title of his
first solo record in German was Trag' es wie ein Mann (Take It Like A
Man). Of course this is easier said than done. It was hard on Achim who
was not happy at all about the publicity the Bundeswehr gained from
him, and it was hard on Herbert, Rugy and Dicky who had to fulfill the
contracts with new members (vocalist Frank Dostal and Bernd Schulz at
the keyboards, both from the Faces). They passed the acid test in front
of 1000 readers of the youth magazine 'Bravo' at the Italian Finale
Ligure.
Rattles rose like a phoenix from the ashes, and
reached #25 in the charts with the song Cauliflower, written by Herbert
and Frank, in the summer of 1967. A short while later, Frank and Dicky
left the group. With Les Humphries, Helmut Franke from the Tonics and
Achim they founded the group Wonderland, with James Last as their
producer. Herbert kept going with guitarist Rainer Degner and drummer
Peet Becker, both of whom came from the German Bonds. Herbert, the last
of the original cast, left in 1968, and his position was filled by
Zappo Lüngen (Ex- Giants) who stayed with the band until they split up
in 1977, thus becoming the longest-serving member of the band. With
their ever changing personnel, Rattles survived the end of the beat
boom, but their music changed. It took them a long time, until 1970 in
fact, to land another hit, but this time it was world-wide success.
The
Witch had already been on the B-Side of a 1968 single. Two years later,
now with Henner Hoier on vocals, Rattles made it into a resounding
success. Soon after Hoier quit for a solo career. Rattles kept on
making music with female singer Edna Bejerano. They toured Europe, had
further hits with You Can't Have Sunshine Everyday and Devil's On The
Loose, and appeared on several TV shows. They survived until 1977, when
Lude Lafayette, the band's keyboard player, started a new formation,
Wolfsmond, which most of the people in the band joined. Achim and
Frank, very successful with their band Wonderland, took over their
beloved Star-Club, but weren't able to revive it. A day had dawned, and
that was reflected in Achim's post-Wonderland music. From 1970 to 1975
he and his group, A. R. And Machines, performed more or less
experimental music. He and Frank managed their Gorilla music publishing
house together, and became successful writers and producers. In 1976,
Achim started his real solo career that has become just as successful
as all the other things he has started since 1960.
Dicky, for
decades the most sought after studio drummer in Hamburg, played with
Randy Pie after leaving Wonderland. They were a sensation on the
continent as well as in England. After that, he joined Rudolf Rock und
die Schocker, until then they broke through again with Moti Special in
the mid-Eighties. Herbert, who had started very early to write songs
and act as a producer for other artists, has released uncountable
numbers of his own recordings and productions, one of them being The
Witch.
Zappo Lüngen, played with Ritchie Blackmore for a brief
period in Mandrake Root between his stints with the Giants and Rattles.
Since 1998, he has worked with Peter Hesslein (Ex- Giants) and Niels
Taby (Ex-German Bonds) in Bonds '81.
In 1988, Rattles
returned. Dicky was the one to promote the idea of a reunion. He not
only managed to convince his old colleagues, Herbert and Achim, but
also Henner Hoier and the original Rattles producer Sigi E. Loch, who
produced the first new Rattles record for his Act Records. The single
Hot Wheels promptly made it into the charts. In 1991, Achim split again
to further pursue his successful solo career. Manne Kraski cut his
teeth as a member of Fargo, the Schädel Brothers, the Rainer Schöne
Band, the Hamburg Blues Band and of Johnny And The Hurricanes. During
the Star-Club era Frank 'Piggy' Jarnach played for Lee Curtis, whom he
still accompanies today from time to time. He also worked for Big Pete
Lancaster And The Upsetters and later on for several scene-related
bands like the Bonds '81.
When Henner Hoier left the band in
1993, he was replaced by Eggert Johannsen, who had spent the Sixties as
a member of the Giants, the Few and the X-Rays. He worked with Herbert
in the early Seventies when playing for Pegasus.
Since 1994
Manne Kraski has been one of Rattles. 'Piggy' was replaced by Frank
Seidel, who had previously performed with Sammy's Saloon, Gunter
Gabriel and Johnny Hill.
After successful tours and a
multitude of TV appearances, Rattles performed as the resident band at
the premiere of the Star-Club musical 'Pico' at the Delphi Theater on
April 10, 1997. After the play was rewritten and the Delphi was
renamed, Rattles played their old hits and new compositions, most of
them written by Herbert Hildebrandt & Co.
The 'new'
Rattles are still out there with changing personnel but always with
Herbert and Dicky on the team. As the resident band they contribute
greatly to the success of the musical 'Star-Club' at the Theater in
Hamburg.
Taken from the 96-pages-book by Ulf Krüger accompanying 4 CD Box 'Die Ariola Star Club Aufnahmen' by Bear Family Records, available at K&K. |