Rattles
Rattles Geschichte / Story
Stammbaum / Genealogical tree
Diskographie / Discography
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Die Geschichte

Rattles waren 'die' deutsche Beatband der 60er und frühen 70er Jahre. Ihr Stammbaum bildete das Rückgrat der damaligen Hamburger Beat-Szene, deren Galionsfigur und Sammelbecken für musikalisches Talent sie zweifellos waren. Sie wurden 1960 von Achim Reichel, der damals Kellner lernte, und dem Autoschlosserlehrling Herbert Hildebrandt gegründet.

Verstärker: vom Trödler; Mikrofonstative: von Herbert zusammengeschweisst; Repertoire: von mitgeschnittenen Radiosendungen (BFN, Chris Howland) abgehört, kaum zu bekommende Schallplatten nachgespielt; Stil: R&B und Rock 'n' Roll.

So fing es an: Manfred Woitalla, dem später die Star-Palast- Kette gehörte, verhalf den Rattles zu ersten lukrativen Auftritten, wie er es auch für die Phantom Brothers aus Rendsburg tat, den zukünftigen 'deutschen Rolling Stones'.

Als am 13. April 1962, einem Freitag, der Star-Club unter Mitwirkung der Beatles eröffnet wurde, hatten auch die Rattles bereits jede Menge Erfahrungen bei Auftritten in Schleswig-Holstein und Hamburg, dort besonders erfolgreich im Bramfelder Thaeder, sammeln können.

Für deutsche Bands war jedoch die Bühne des Beat-Mekkas tabu. Sie blieb englischen und amerikanischen Musikern vorbehalten, bis Manfred Weissleder, der clevere Besitzer des Star-Clubs, auf die Idee kam, Bandwettbewerbe für deutsche Gruppen zu veranstalten. Einerseits um der neuen Attraktion willen, andererseits um deren zahlreiche Gefolgschaft als zusätzliches Publikum für sein Etablissement zu gewinnen. Die Wettstreit-Premiere ging am 1. Januar 1963 über die Bühne.

Die Rattles belegten mit etwa 500 Stimmen vor Mama Betty's Band den ersten Platz und wurden als erste deutsche Gruppe in den Star-Club engagiert. Diese Tatsache trug nicht nur zu einer ungeheuren Steigerung ihres Selbstbewusstseins bei, sondern brachte noch zwei weitere Vorteile mit sich: Erstens die Tatsache, dass im Star-Club bis zu acht (!) Bands an einem Abend auftraten, die samt und sonders ein höheres musikalisches Niveau aufwiesen, als die Rattles es zu dem Zeitpunkt besassen, von denen man also lernen konnte. Und dann die Anzahl der Auftritte an Abenden mit weniger Gruppen. Immerhin hatte man als unbekanntere Band meist den ersten Set (manchmal bereits um 18.00 Uhr), immer mal zwischendurch und den letzten Set, so gegen fünf Uhr morgens, zu spielen. Das trainierte ungemein. Ganz zu schweigen von Gene Vincent, Jerry Lee Lewis, Bill Haley und all den anderen Stars, von denen man immer etwas abgucken konnte. Im Grunde die beste Schule, die man sich vorstellen kann.

Der zweite riesige Vorteil: Manfred Weissleder persönlich übernahm das Management der Rattles. Weissleder war im Begriff, ein Musik-Imperium aufzubauen. Er vergab den Namen seines berühmten Clubs in Lizenz, vermittelte den Wirten seine Bands, veranstaltete Gesellschaftsreisen nach Liverpool und, und, und... Damit nicht genug. Er entwickelte sich zum absoluten Merchandising-King des Kontinents, indem er T-Shirts, Sweatshirts, Kopftücher, Wimpel, Anstecknadeln, Umhängetaschen etc. mit dem Club-Emblem herausbrachte. Und er brachte die Rattles gross heraus. Im August 1964 verkündete er stolz auf der Titelseite der ersten kostenlosen Ausgabe seiner 'Star-Club News', der hauseigenen Jugendzeitschrift: "Die Rattles an der Spitze".

Inzwischen war viel geschehen. Die Besetzung der Rattles hatte sich schon zweimal geändert, indem Hajo Kreutzfeld den Platz des Rhythmusgitarristen und Reinhard 'Dicky' Tarrach (vormals Mama Betty's Band) den Posten des Drummers übernommen hatte. Bis zum 1. August 1964 waren die Rattles schon 342 Nächte im Star-Club aufgetreten. Den absoluten Rekord hielt Tony Sheridan (599 Nächte), der Lehrer einer ganzen Gitarristen-Generation (incl. John Lennon und George Harrison, die es mit den Beatles immerhin auf 79 Star-Club-Nächte brachten).

Es war auch schon eine ganze Reihe von Schallplatten mit den Rattles erschienen, zunächst Live-Aufnahmen aus dem Star- Club und Studio-Aufnahmen aus der Harburger Friedrich-Ebert- Halle, die von Siegfried E. Loch für Philips produziert wurden.1964 machten die Rattles unter der Leitung des Produzenten Franz Schmidt-Norden ausserdem Aufnahmen für die Münchener Ariola.

Die grösste Sensation: Es kamen sogar Rattles-Schallplatten in England heraus! Tatsächlich stellten sich auch bald die ersten England-Tourneen ein. Schon bei der ersten von insgesamt fünf, im Herbst 1963, befand man sich nicht in schlechter Gesellschaft: Mit von der Partie waren die Everly Brothers, Bo Diddley, Little Richard und die damals noch unbekannten Rolling Stones.

Dicky Tarrach: "In England lernten wir die ersten Roadies kennen. Bei unserm ersten Auftritt kam so ein Typ an, der die Stative meines Schlagzeugs mit 'nem Zollstock ausmass und die Ergebnisse in sein Notizbuch eintrug. Am nächsten Abend, als ich meine Trommeln aufbauen wollte, standen sie schon da. Alle Abstände perfekt, genauso, als hätte ich es selbst aufgebaut. Das hat mich umgehauen. Total professionell. So was gab es damals in Deutschland überhaupt noch nicht. Die Rattles räumten in England unheimlich ab."

'Wolverhampton Chronicle', Oktober 1963: "This group had audience rattled. They are called Rattles. They were the most exciting new act on the bill."

'Combo', 28. April 1964: "These pictures were taken at The Cavern, where the boys took the seasoned audience by storm and created a legend insomuch as these, a German group, taught the sound by Liverpool outfits, came to their teachers and told them: 'Look, now we can do it better than most of you.'"

In Liverpool kommentierte die Zeitung: "Ja ja ja - It's the German Beatles".

Denn die Rattles hatten im Cavern Club, der Geburtsstätte des Liverpool-Sounds, wo sie zweimal gastierten und an insgesamt 15 Tagen auftraten, ebensolche Begeisterungsstürme ausgelöst wie ihre vier berühmten Kollegen aus Liverpool.

Es gab auch Fanclubs. Nicht nur in England, sondern sogar in den USA und in Kanada. In Deutschland sowieso. Kein Wunder, dass die Rattles zu den ersten Künstlern gehörten, deren Aufnahmen ab Ende 1964 auf Weissleders Star-Club- Label erschienen, von Hans R. Beierlein und Sigi E. Loch für die heutige Phonogram betreut. Mittlerweile waren sie nämlich selbst zu Stars geworden, mit farbigen Autogrammkarten, Rattles-Sweatshirts, TV-Auftritten (Beat Club etc.) und 45minütigen Sensationsgastspielen im In- und Ausland. Mochten die Lords noch so oft in den Hitparaden auftauchen - keine Konkurrenz! Nur Pop.

Die Rattles waren und blieben Rocker. Deutschlands Beatband Nummer 1. Die Fans dankten es ihnen mit Plattenkäufen. La La La hiess der erste Hit (Platz 19) der Rattles, der am 1. Juli 1965 in die Charts eintrat, geschrieben von dem Amerikaner Clarence Paul. Come On And Sing wurde von Achim Reichel geschrieben (Februar 1966, Platz 11), Love Of My Life (Juli 1966, Platz 16) stammte von Herbert. Die Rattles spielten wahrhaftig nicht nur nach oder liessen schreiben wie fast alle anderen Gruppen. Sie schrieben selbst! Achim wurde erstmals als Produzent tätig, indem er die Aufnahmen zur ersten Single der schon oben erwähnten 'deutschen Stones', der Phantom Brothers, leitete, deren Sound bis dato anscheinend noch niemand hatte einfangen können. Achim gelang es.

Star-Club News November 1965: "Vielleicht, weil er selbst mitten drin steckt."

Parallel zu den Hits fand sich auch ein neues Bandmitglied ein. Hermann 'Rugy' Rugenstein von den Four Renders an der Gitarre. Im Rahmenprogramm der Beatles-Bravo-Blitztournee 1966 kamen die Rattles, Achim im gewagten blauen Netzhemd, dermassen gut an, dass Brian Epstein sie sofort an einen anderen Platz der Auftrittsreihenfolge stellte, um den Triumph seiner Jungs nicht zu gefährden.

Im selben Jahr kam der erste abendfüllende Beat-Spielfilm Deutschlands heraus: 'Hurra, die Rattles kommen!' Die Rattles jagten in der Tat von Erfolg zu Erfolg, bis die Bundeswehr der Freude jähen Abbruch tat. Ausgerechnet Achim, der Frontmann, wurde eingezogen. Trag' es wie ein Mann hiess dementsprechend seine erste deutschsprachige Solo-Single. Das war natürlich leichter gesungen als getan.

Sowohl für Achim, dem der Reklamerummel, den die Bundeswehr um ihn veranstaltete, gar nicht schmeckte, als auch für Herbert, Rugy und Dicky, die laufende Verpflichtungen Hals über Kopf mit den neuen Mitgliedern Frank Dostal (Gesang), und Bernd Schulz (Keyboards), beide von den Faces, erfüllen mussten. Ihre Feuerprobe bestand diese Formation vor 1.000 Bravo-Lesern im italienischen Finale Ligure!

Die Rattles erhoben sich wie ein Phönix aus der Asche, um Mitte 1967 mit Cauliflower, aus der Feder von Herbert und Frank, Platz 25 der Charts zu erreichen. Kurz darauf stiegen Frank und Dicky aus. Mit Les Humphries, Helmut Franke von den Tonics und Achim gründeten sie die Gruppe Wonderland, deren Produzent James Last wurde. Herbert machte mit dem Gitarristen Rainer Degner und dem Trommler Peet Becker, beide von der Hamburger 'musician's musician Band' German Bonds, weiter, schied aber als letztes Ur-Mitglied Mitte 1968 aus. Sein Platz wurde von Zappo Lüngen (Ex-Giants) eingenommen, der der Gruppe bis zu deren endgültigen Auflösung im Jahre 1977 treu blieb, ihr also von allen Mitgliedern am längsten angehörte. Mit wechselnder Besetzung (siehe Stammbaum / Genealogical tree) überlebten die Rattles den Niedergang des Beat-Booms, denn ihre Musik hatte sich längst gewandelt. Es dauerte allerdings bis 1970, dass sie wieder einen Hit landen konnten. Diesmal sogar weltweit.

Schon 1968 war der von Henner Hoier (Ex-Rivets) gesungene Titel The Witch als B-Seite veröffentlicht worden. 1970 wurde ein massiver Hit daraus. Aber auch Henner verliess die Band, um sich seiner Solokarriere sowie seiner Tätigkeit als Komponist und Musikverleger zuzuwenden.

Die Rattles existierten mit der Sängerin Edna Bejerano weiter. Sie tourten durch ganz Europa, hatten mit You Can't Have Sunshine Everyday und Devil's On The Loose weitere Hits, traten in zahlreichen Fernsehsendungen auf und hielten bis 1977 durch, um sich dann zum grössten Teil der neuen Formation um ihren Keyboarder Lude Lafayette (Wolfsmond) anzuschliessen. Achim und Frank, überaus erfolgreich mit Wonderland, übernahmen den geliebten Star-Club, konnten ihn allerdings auch nicht mehr retten. Eine neue Zeit war angebrochen, die sich auch in Achims Musik, die auf Wonderland folgte, ausdrückte. Von 1970 bis 1975 wandte er sich mit seiner Formation A. R. And Machines der mehr oder weniger experimentellen Musik zu und betrieb, auch zusammen mit Frank, den gemeinsamen Gorilla-Musikverlag, für den beide als Schreiber und Produzenten eine glückliche Hand bewiesen. 1976 begann seine eigentliche Solokarriere, die bis heute ebenso erfolgreich ist wie alles, was Achim seit 1960 begonnen hat.

Dicky, für Jahrzehnte Hamburgs am meisten beschäftigter Studioschlagzeuger, spielte nach Wonderland bei Randy Pie, die sowohl auf dem Kontinent als auch in England Furore machten, danach u.a. bei Rudolf Rock und die Schocker, bis er Mitte der achtziger Jahre einen weiteren sensationellen Erfolg als Mitglied der Gruppe Moti Special verbuchen konnte. Herbert, der schon sehr früh mit dem Schreiben von Songs und dem Produzieren von Künstlern begann, hat seit damals unzählige Schallplatten mit seinen Songs bzw. Produktionen veröffentlicht. Darunter The Witch mit den Rattles.

Zappo Lüngen, der zwischen seiner Zeit bei den Giants und der Zeit bei den Rattles ein kurzes Intermezzo mit Ritchie Blackmore bei Mandrake Root hatte, spielte 1998 gemeinsam mit Peter Hesslein (Ex-Giants) und Niels Taby (Ex-German Bonds) als Bonds '81.

Seit 1988 gibt es die Rattles wieder.

Dicky hatte seinerzeit die Idee zu dieser Reunion, für die er nicht nur seine alten Kollegen Herbert und Achim gewinnen konnte, sondern auch Henner Hoier und den Original-Rattles- Produzenten Sigi E. Loch, der das erste Rattles-Album der Neuzeit für sein Act-Label produzierte. Die daraus ausgekoppelte Single Hot Wheels gelangte prompt in die Charts. 1991 verabschiedete sich Achim wieder, um seine erfolgreiche Solo-Karriere weiter zu verfolgen.

Gitarrist Manne Kraski und Keyborder Frank 'Piggy' Jarnach wurden als 'angeschlossene Mitglieder' verpflichtet, um den harten Kern bei Live-Auftritten zu unterstützen.

Manne Kraski hat sich seine Sporen als Mitglied von Fargo, der Schädel Brothers, der Rainer Schöne Band, der Hamburg Blues Band und von Johnny And The Hurricanes verdient.

Frank Jarnach spielte zu Star-Club-Zeiten bei Lee Curtis, den er auch heute noch gelegentlich begleitet, bei Big Pete Lancaster And The Upsetters und später bei diversen Szenebands wie etwa den Bonds '81.

Als Henner Hoier im Jahre 1993 ausschied, wurde sein Nachfolger Eggert Johannsen, der die 60er Jahre als Mitglied der Giants, der Few und der X-Rays erlebt hatte. Mit Herbert arbeitete er bereits Anfang der siebziger Jahre bei Pegasus zusammen.

Seit 1994 ist Manne Kraski fest bei den Rattles. 'Piggy' wurde Ende 1995 durch Frank Seidel ersetzt, der vorher u.a. bei Sammy's Saloon, für Gunter Gabriel und Johnny Hill gespielt hatte.

Nach erfolgreichen Tourneen und zahlreichen Fernseh-Auftritten waren die Rattles am 10. April 97 bei der Premiere des Star-Club - Musicals Pico im damaligen Delphi Theater in Hamburg als Hausband dabei. Nach der Überarbeitung des Stückes und Umbenennung des Delphi in Theater spielen die Rattles dort bei jeder Aufführung mit grossem Erfolg ihre alten Hits und natürlich neue Kompositionen, die zum grossen Teil von Herbert Hildebrandt und Co. stammen.

Seitdem bestehen die neuen Rattles, wieder mal mit wechselnder Besetzung, jedoch permanenter Mitgliedschaft von Herbert und Dicky. Als Hausband tragen sie zum Erfolg des Musicals Star-Club im Hamburger Theater bei.

Aus dem von Ulf Krüger verfassten 96 seitigen Begleitbuch zur 4 CD Box 'Die Ariola Star Club Aufnahmen', erschienen bei Bear Family Records, bei K&K erhältlich.

Aus dem von Ulf Krüger verfassten 96 seitigen Begleitbuch zur 4 CD Box 'Die Ariola Star Club Aufnahmen', erschienen bei Bear Family Records, bei K&K erhältlich.
The Story

Rattles were the preeminent German Beat band of the Sixties and Seventies. Their genealogical tree shows the backbone of the Beat scene in Hamburg at this time. Without a doubt they were the figurehead and the melting pot for musical talent. They were founded in 1960 by Achim Reichel, who was training to be a waiter, and Herbert Hildebrandt who was an apprentice panel beater.

Sound booster/Amplifier: bought from a junk dealer; microphone tripods: welded by Herbert; repertoire: songs copied from recorded radio shows (BFN, Chris Howland) and cover versions of rare recordings; style: Rhythm And Blues / Rock'n'Roll.

Here's how it started: Manfred Woitalla, who later owned the Star Palast chain, was the one to arrange the first decent-paying jobs for Rattles, as he did for the Phantom Brothers. By Friday April 13, 1962, when the Star-Club opened its doors, with the Beatles being one of the acts, Rattles had already gained a lot of experience from their performances in and around Schleswig-Holstein and Hamburg. They were especially successful at the Thaeder in Bramfeld, but the stage of the beat Mecca remained out of reach for German bands. Only English and American musicians played there until Manfred Weissleder, the savvy owner of the Star-Club, had the idea to hold competitions for German groups. He wanted new attractions, and he wanted to draw in the fans of the local bands. The first competition was held on January 1, 1963.

With about 500 votes Rattles made it to the first place, leaving Mama Betty's Band to claim the second spot. Rattles became the first German band to be hired for the Star- Club. This not only boosted their self-esteem but also brought two side benefits: Up to eight (!) bands a night played at the Star-Club, which meant that Rattles could listen and learn. Also, the heavy performing schedule meant that the bands became very cohesive from working so much. The less well- known bands had to play the first set (sometimes already around 6 o'clock), play additional sets during the night, and the last set around 5 o'clock in the morning. They could also study Gene Vincent, Jerry Lee Lewis, Bill Haley and other top stars of the day. This was probably the best schooling they could get.

There was one other considerable advantage: Manfred Weissleder himself managed Rattles. Weissleder was on the verge of building a music related empire. He sold the name of his famous club to licensees and arranged for his bands to play at those locations. He also arranged tours to Liverpool and he turned into the 'king of merchandise' on the continent. He sold T- shirts, sweatshirts, scarves, pennants, stickers, shoulder bags, etc. with his emblem imprinted on them. And he turned Rattles into a big success. On the title page of the first edition of his free newsletter, 'Star-Club News', he proudly proclaimed "Rattles are on Top." This was August 1964.

Meanwhile many things had happened. Rattles' cast had changed twice, once when Hajo Kreutzfeld took over the position of the rhythm guitarist and again when Reinhard 'Dicky' Tarrach (formerly of Mama Betty's Band) became the new drummer. By August 1, 1964 Rattles had performed at the Star-Club for 342 nights. The record was definitely held by Tony Sheridan (599 nights). Sheridan was the icon of a whole guitar generation (including John Lennon and George Harrison, who performed with the Beatles on 79 nights at the Star-Club).

Quite a few Rattles records were released. First, there were live recordings of performances at the Star-Club and studio-recordings done at the Friedrich-Ebert-Halle in Harburg, produced by Siegfried E. Loch from Philips. In 1964, Rattles made several recordings for Ariola in Munich under the supervision of producer Franz Schmidt-Norden, all of which are included in this collection. The biggest thrill for Rattles came when their records were released in England, and the first English tours soon got under way. On the first of five tours they were in the company of the Everly Brothers, Bo Diddley, Little Richard and the as-yet unknown Rolling Stones.

Dicky Tarrach: "In England we first came into contact with roadies. At our first performance night a guy showed up and measured my percussion with an inch ruler and wrote down his findings in a notebook. The next night, when I showed up to position my percussion, it was already in place. The spacing was perfect, just as if I had put it up myself. That flattened me. Completely professional. Nothing like that existed in Germany. Rattles were a huge success in England."

The 'Wolverhampton Chronicle' (October 1963) wrote: "This group had the audience rattled. They are called Rattles. They were the most exciting new act on the bill."

'Combo' magazine (April 28, 1964) wrote: "These pictures were taken at 'The Cavern', where the boys took the seasoned audience by storm and created a legend insomuch as these, a German group, taught the sound by Liverpool outfits, came to their teachers and told them: 'Look, now we can do it better than most of you.'"

In Liverpool, a newspaper commented: "Ja ja ja-It's the German Beatles".

At the Cavern Club, the birthplace of Mersey Beat, Rattles triggered the same frenzy as their four famous colleagues from Liverpool. They had two engagements and performed in all for 15 days.

There were also fan clubs, not only in England, but in the USA and Canada, and, of course, in Germany. No wonder Rattles were among the first artists to be released on Weissleder's Star-Club label in late 1964. They were handled by Hans R. Beierlein and Sigi E. Loch for what is known today as Phonogram. Meanwhile they had turned into stars themselves. There were Rattles sweatshirts and many, many TV appearances (Beat Club, etc.). It didn't matter how often the Lords appeared in the charts, they were no competition because they performed pop music.

Rattles were rock musicians and they stayed rock musicians. They were Germany's number one Beat band. The fans' appreciation was reflected in the record sales. Rattles' first hit, La La La, entered the charts on July 1, 1965 and reached #19. It was written by an American, Clarence Paul. Achim Reichel was the author of Come On And Sing (February 1966, #11). Love Of My Live (July 1966, #16) was written by Herbert. Rattles rarely did covers and rarely had people write songs for them as other groups did. They wrote their own material. Achim worked for the first time as a producer when he supervised the recording of the Phantom Brothers, whose sound had yet to be successfully captured in recordings. And Achim was the one who was successful at producing Rattles. A new member joined the group. Hermann 'Rugy' Rugenstein came from the Four Renders to play guitar. As one of the supporting acts on the 1966 Beatles-Bravo-Tour, Rattles, with Achim in a daring blue net shirt, were such a success that Brian Epstein immediately began promoting them. That same year, the first full-length Beat movie was released in Germany: 'Hurra, die Rattles kommen!'. Rattles stormed from triumph to triumph until the Bundeswehr suddenly burst their bubble. Of all people Achim, the front man, was drafted. Appropriately, the title of his first solo record in German was Trag' es wie ein Mann (Take It Like A Man). Of course this is easier said than done. It was hard on Achim who was not happy at all about the publicity the Bundeswehr gained from him, and it was hard on Herbert, Rugy and Dicky who had to fulfill the contracts with new members (vocalist Frank Dostal and Bernd Schulz at the keyboards, both from the Faces). They passed the acid test in front of 1000 readers of the youth magazine 'Bravo' at the Italian Finale Ligure.

Rattles rose like a phoenix from the ashes, and reached #25 in the charts with the song Cauliflower, written by Herbert and Frank, in the summer of 1967. A short while later, Frank and Dicky left the group. With Les Humphries, Helmut Franke from the Tonics and Achim they founded the group Wonderland, with James Last as their producer. Herbert kept going with guitarist Rainer Degner and drummer Peet Becker, both of whom came from the German Bonds. Herbert, the last of the original cast, left in 1968, and his position was filled by Zappo Lüngen (Ex- Giants) who stayed with the band until they split up in 1977, thus becoming the longest-serving member of the band. With their ever changing personnel, Rattles survived the end of the beat boom, but their music changed. It took them a long time, until 1970 in fact, to land another hit, but this time it was world-wide success.

The Witch had already been on the B-Side of a 1968 single. Two years later, now with Henner Hoier on vocals, Rattles made it into a resounding success. Soon after Hoier quit for a solo career. Rattles kept on making music with female singer Edna Bejerano. They toured Europe, had further hits with You Can't Have Sunshine Everyday and Devil's On The Loose, and appeared on several TV shows. They survived until 1977, when Lude Lafayette, the band's keyboard player, started a new formation, Wolfsmond, which most of the people in the band joined. Achim and Frank, very successful with their band Wonderland, took over their beloved Star-Club, but weren't able to revive it. A day had dawned, and that was reflected in Achim's post-Wonderland music. From 1970 to 1975 he and his group, A. R. And Machines, performed more or less experimental music. He and Frank managed their Gorilla music publishing house together, and became successful writers and producers. In 1976, Achim started his real solo career that has become just as successful as all the other things he has started since 1960.

Dicky, for decades the most sought after studio drummer in Hamburg, played with Randy Pie after leaving Wonderland. They were a sensation on the continent as well as in England. After that, he joined Rudolf Rock und die Schocker, until then they broke through again with Moti Special in the mid-Eighties. Herbert, who had started very early to write songs and act as a producer for other artists, has released uncountable numbers of his own recordings and productions, one of them being The Witch.

Zappo Lüngen, played with Ritchie Blackmore for a brief period in Mandrake Root between his stints with the Giants and Rattles. Since 1998, he has worked with Peter Hesslein (Ex- Giants) and Niels Taby (Ex-German Bonds) in Bonds '81.

In 1988, Rattles returned. Dicky was the one to promote the idea of a reunion. He not only managed to convince his old colleagues, Herbert and Achim, but also Henner Hoier and the original Rattles producer Sigi E. Loch, who produced the first new Rattles record for his Act Records. The single Hot Wheels promptly made it into the charts. In 1991, Achim split again to further pursue his successful solo career. Manne Kraski cut his teeth as a member of Fargo, the Schädel Brothers, the Rainer Schöne Band, the Hamburg Blues Band and of Johnny And The Hurricanes. During the Star-Club era Frank 'Piggy' Jarnach played for Lee Curtis, whom he still accompanies today from time to time. He also worked for Big Pete Lancaster And The Upsetters and later on for several scene-related bands like the Bonds '81.

When Henner Hoier left the band in 1993, he was replaced by Eggert Johannsen, who had spent the Sixties as a member of the Giants, the Few and the X-Rays. He worked with Herbert in the early Seventies when playing for Pegasus.

Since 1994 Manne Kraski has been one of Rattles. 'Piggy' was replaced by Frank Seidel, who had previously performed with Sammy's Saloon, Gunter Gabriel and Johnny Hill.

After successful tours and a multitude of TV appearances, Rattles performed as the resident band at the premiere of the Star-Club musical 'Pico' at the Delphi Theater on April 10, 1997. After the play was rewritten and the Delphi was renamed, Rattles played their old hits and new compositions, most of them written by Herbert Hildebrandt & Co.

The 'new' Rattles are still out there with changing personnel but always with Herbert and Dicky on the team. As the resident band they contribute greatly to the success of the musical 'Star-Club' at the Theater in Hamburg.

Taken from the 96-pages-book by Ulf Krüger accompanying 4 CD Box 'Die Ariola Star Club Aufnahmen' by Bear Family Records, available at K&K.
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